Evakuierung unserer Hagener Wohnstätte aufgrund des Unwetters

Nachdem sich am 14.07.21 die Unwetter-/Hochwasserlage in Hagen zunehmend bedrohlich entwickelte und die Energieversorger das Wasser in Hagen Rummenohl abgestellt haben, haben wir uns kurzfristig für die vollständige Evakuierung der Wohnstätte Haus der Lebenshilfe in Hagen entschieden. Alle Bewohner der Hagener Wohnstätte wurden gemäß des vor einigen Jahren entwickelten Lebenshilfe-Evakuierungskonzepts bis Mitternacht evakuiert und mit mehreren Kleinbussen in unsere beiden Schwelmer Wohnstätten gefahren.

Dort wurden in aller Eile provisorische Schlafgelegenheiten in der atmosphärischen Gestaltung eines Zeltlagers sowohl in der Tagesstruktur im Catharina-Rehage-Haus, als auch in der Cafeteria und im Mehrzweckraum im Christian-Ehlhardt-Haus hergerichtet. Rund 20 Beschäftigte aus Hagen und aus den beiden Schwelmer Wohnstätten waren bis weit nach Mitternacht im Einsatz um für die evakuierten Bewohner*innen emotionalen und physischen Halt in fremder Umgebung zu schaffen.

Übermüdet vor aller Aufregung aber letztendlich voller Vertrauen in unsere Abläufe haben die Bewohner*innen die Evakuierung und die erste Evakuierungs-Nacht gut hinter sich gebracht und ein wenig Abenteuergefühl war sicher auch mit dabei. Besonders hervorzuheben ist die spontane Bereitschaft der beteiligten Beschäftigten ohne Zeitempfinden wie selbstverständlich weit über die eigentliche Dienstzeit hinaus alles das zu tun, was für ein gutes Gelingen und ein gutes Gefühl für die Bewohner*innen notwendig war.

Die Abläufe liefen auf Leitungsebene mit dem Hagener Katastrophenschutz und der Heimaufsicht (WTG-Behörde) störungsfrei Hand in Hand. Erst wenn alles wieder in der Hagener Wohnstätte funktioniert und keine Schäden an der Immobilie zu verzeichnen sind, geht es für die Bewohner*innen wieder zurück.

Stiftung Lebenshilfe Ennepe-Ruhr/Hagen

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