Die Ketteltasche reist ins Mittelalter

Am letzten Samstag des Sommermonats August, verwandelte sich das Ellen-Buchner-Haus in die mittelalterliche „Buchner-Burg“. Bei strahlendem Sonnenschein tanzten der Hofnarr mit der Zofe, der König mit der Magd und der Schmied mit seinem Amboss. Bewohner des Hauses verwandelten sich, Dank schönster Kostüme, in tanzende Herrschaften aus mittelalterlicher Zeit.

Selbst Burg-Ritter „Kevin der Erste“ schwang das rostige Tanzbein. Anders als in den Jahren zuvor stand das diesjährige Sommerfest unter dem Motto „Mittelalter“. Hierzu haben sich Bewohner und Mitarbeiter des Hauses auf eine spannende und kreative Reise begeben. Gemeinsam wurde vorher ein Kostümhandel besucht, Wimpel und Fahnen gebastelt und sogar Burgzinnen am Balkongeländer angebracht. 

Durch liebevolle und aufwendige Gestaltung entstand eine charmante, altertümliche Kulisse. Es herrschte den Tag über buntes und reges Treiben. An der liebevoll gestalteten Schankbude gab es leckeren Met und von Hufeisen-Weit-Wurf, Bogenschießen über Sackhüpfen bis hin zu Toben im Stroh, war alles dabei. Es gab einen Krämerstand mit handgefertigtem Allerlei und in der altertümlich geschmückten Schänke wurde zünftiges vom Grill feilgeboten.

Besonders beliebt war unser Schmied „Jörn“. Interessierte Gäste bekamen eine schmutzige Lederschürze um den Leib und mussten selbst zum Hammer greifen. Schöne Metallhaken wurden am Amboss über dem Schmiedefeuer entworfen. Ein echtes Rittergewand zum Verkleiden hatte Jörn auch dabei. König „Holger“ ließ Herzen seines Publikums höher schlagen als er auf seinem Thron aus Stroh seine Märchenstunde abhielt.

Mit Dudelsack und Drehleier spielten die Musikanten der „Emscherflute“ den ganzen Tag über mittelalterliche Klänge und mischten sich fröhlich unters Volk. Jeder willige Besucher, konnte selbst mal eines der ulkigen Instrumente von Früher ausprobieren. Der Hexentanz, der Showtanzgruppe der Bochumer Ruhlandbühne und der prunkvolle Fanfarenzug passten perfekt auf den Burghof und verliehen Flair aus ganz alten Zeiten. Das fröhliche Lächeln der Bewohner und Gäste ließ darauf schließen, dass man sich rundherum im Mittelalter wohlgefühlt hat!

Gerne feiern wir im nächsten Jahr wieder ein solches Gaukler-Fest. An alle tatkräftigen Helfer und Akteure die dieses Fest möglich gemacht haben:  „Habet Dank“ für einen so tollen, unvergesslichen und strahlenden Tag.