1. Kunstauktion unserer Lebenshilfe

Es ist Freitagabend 17.30 Uhr. Die ersten Gäste betreten das Haus Martfeld in Schwelm. Der Einladung zu ersten Kunstauktion unserer Lebenshilfe Ennepe-Ruhr/Hagen folgen zahlreiche Gäste. Bei exzellentem Canapés-Buffet und Sektempfang werden die zu versteigernden Bilder und Skulpturen von vorwiegend Künstlern aus dem Ennepe-Ruhr-Kreis vorab betrachtet und unter die Lupe genommen. Bei gemütlichem Smalltalk berichten gerne einige Künstler über die Entstehung ihrer Werke.

Um Punkt 19.00 Uhr eröffnet Sabine Schmitt, Vorstandsvorsitzende unserer Lebenshilfe, die Veranstaltung und dankt dabei den ehrenamtlichen Helfern, den zahlreichen Sponsoren und Ralf Stoffels, der ohne zu Zögern die Schirmherrschaft für die Kunstauktion übernommen hat.

Spritzig, witzig und mit hohem Unterhaltungswert folgt das Cello-Duo Tête-à-tête, das Humor mit dem Cello in Einklang bringt und dabei den Zuschauer mit auf eine Reise zweier Frauen nimmt, die in eigens entwickelten Krimi-Therapien auf der Suche nach ihrem Namen sind. Das Publikum ist sofort mitgenommen und eingestimmt.

Es folgen die Reden von Ralf Stoffels, der sich über die Vielzahl der Gäste freut, gerne Projekte unserer in das Stadtbild der Stadt Schwelm integrierten Lebenshilfe unterstützt und die Gäste zum Bieten für das Gute auffordert. Rainer Bücher bedankt sich als Geschäftsführer für das Kommen der Gäste. In der Schnelllebigkeit der Zeit könne gute Kunst, wie wir sie vorfinden, für Inspiration, Achtsamkeit und Ruhe sorgen.

Es folgt der erste Teil der Auktion. Vier Bilder von Bewohnerinnen und Bewohnern unserer Lebenshilfe werden amerikanisch versteigert. Begleitet wird die Auktion von Kirsten Pinkvoss, die als ehrenamtliche Auktionatorin die Gebote im Blick hält und die Gäste zum Bieten animiert. Die überwältigende Resonanz sorgt dafür, dass die Hutträger (Ralf Stoffels, Christiane Rehage, Christoph Rehage und Georg Schmitt) aus der Puste geraten und die große Wertschätzung für die Qualität der Bilder unmittelbar bei einigen Künstlern mit Behinderungen ankommt.

Jan Feyerabend mit Petra Bender und Erika Bendlow mit Sara Docon-Farré stellen ihre Werke vor und trauen ihren Augen nicht, dass ein 5-Euro-Schein nach dem anderen in einem Wettstreit mehrerer Bieter in den Hut geworfen wird. Das Bild „Moby Dick trifft Nemo“ ist das am teuersten versteigerste Kunstwerk des ganzen Abends.

Das Cello-Duo tritt daraufhin noch einmal auf und wird mit lautem Applaus von der Bühne verabschiedet. Nun startet der zweite Teil: die Versteigerung in klassischer Ausführung. 25 Kunstwerke werden zur Versteigerung angeboten. Künstlerinnen und Künstler stellen ihre Werke zur Verfügung und spenden 50% an die Lebenshilfe. Fast alle Werke finden einen Besitzer. Hitzig geht es bei der Holzskulptur „Frau 4/17“ von Waltraud Schroll zu. Hier werden die Bieterkarten nacheinander in die Höhe gestreckt, ehe sie nach vielen Geboten ihre Besitzerin findet. Beendet wird der Abend von Sabine Schmitt, die eine Wiederholung im nächsten Jahr ankündigt.

Die erste Kunstauktion unserer Lebenshilfe hat Kunst mit bürgerlichem Engagement verbunden und war ein großer Erfolg.